So wichtig ist der Mineralienhaushalt bei Sportlern

So wichtig ist der Mineralienhaushalt bei Sportlern

Insgesamt 25 Elemente aus dem Periodensystem sind für den menschlichen Körper essentiell. Fünf davon, namentlich Wasserstoff, Sauerstoff, Kohlenstoff, Stickstoff und Schwefel, machen etwa 96 % der Biomasse des Körpers aus.

Die anderen zwanzig Elemente sind die sogenannten Mineralstoffe, die sich auf die übrigen 4 % der Biomasse verteilen. Das klingt nach nicht viel – aber 4 % Biomasse sind bei einem Sportlergewicht von 70 kg schon ganze 2,8 kg. Mineralstoffe werden durch Nahrung und Flüssigkeit aufgenommen. Sie werden als anorganische Stoffe bezeichnet, weil der Körper sie weder bilden noch verbrauchen kann. Sie werden vom Körper ausgeschieden.

 

Mineralstoffe regeln alles

Mineralstoffe fungieren im Körper als Regelstoffe. Sie sind als solche an Muskelkontraktionen ebenso beteiligt wie an der Sauerstoffversorgung, den Nervenleitungen, dem Flüssigkeitshaushalt, dem Herzrhythmus und der Blutgerinnung. In Knochen, Zähnen, Muskeln und anderem organischen Material sind sie verbaut. Zusammengefasst werden die unterschiedlichen Elemente in die sogenannten Mengenstoffe, von denen ein erwachsener Mensch 100 mg oder mehr am Tag zu sich nehmen sollte, und die Spurenelemente, von denen weniger benötigt wird. Das Besondere der Mengenelemente ist, dass ihre Moleküle und Atome nach außen eine elektrische Ladung tragen. Sie werden auch als Elektrolyte bezeichnet.

 

Durch ausgewogene Ernährung kann viel erreicht werden

Dass Hochleistungssportler/-innen sich anders ernähren sollten als Menschen, die täglich einen Kilometer mit dem Hund laufen und ansonsten eher sitzen, muss nicht weiter ausgeführt werden. Aber Hobbysportler/-innen haben ebenfalls einen anderen Bedarf an Mineralstoffen als Profisportler/-innen. Denn erstere betätigen sich in der Regel zwei bis dreimal wöchentlich sportlich, im Urlaub eventuell etwas mehr. Der Hochleistungssport dagegen verlangt nach täglichem Training. Auch wenn der Trainingsplan die üblichen Ruhezeiten zur Regeneration berücksichtigt, werden doch immer wieder andere Muskelgruppen und Leistungen trainiert, so dass der Bedarf an Regelstoffen hoch ist.

Eine ausgewogene Ernährung für Sportler/-innen nimmt außerdem auf die Trainingszeiten und -gewohnheiten Rücksicht. Während vor dem Training eher Kohlenhydrate benötigt werden und Fett generell eher kontraproduktiv ist, sollte nach dem Training ausreichend Eiweiß zur Verfügung stehen. Es hieß immer, dass der menschliche Körper tierische Eiweiße besser verstoffwechseln kann als pflanzliche Eiweiße. Das ist inzwischen widerlegt, es ist grundsätzlich egal, aus welcher Quelle die Eiweiße stammen. Für Hobbysportler/-innen reicht es aus, nach dem Training eine große Handvoll Nüsse zu essen, einen halben Liter Milch, Buttermilch oder ein ähnliches Milcherzeugnis zu trinken. Auch Mineralstoffe sind darin reichlich enthalten, die Speicher des Körpers werden schnell aufgefüllt. Wer hart trainiert und ins Schwitzen kommt, sollte auch an die Elektrolyte denken. Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium sowie Chlorid, Phosphor und Sulfat werden vermehrt benötigt. Manche Mineralwässer sind sehr gut geeignet, weil sie diese Elektrolyte in ausreichender Form enthalten. Aber auch gesalzene Nüsse, Müsliriegel und das sprichwörtliche Steak sind hilfreich.

 

Im Zweifelsfall zu Nahrungsergänzungsmitteln greifen

Spätestens dann, wenn Sportler/-innen immer wieder nach dem Training mit Muskelermüdung kämpfen, wenn sie langanhaltenden Muskelkater haben oder Muskelkrämpfe, deutet sich eine Minderversorgung mit Mineralstoffen an. In diesem Fall sind Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll. Mit den Supps und Boostern aus der Muckibude haben die Mineralstoffe allerdings nicht viel zu tun: Oft reichen schon Mineralstoff-Tabletten aus der Apotheke, um die „Hungerstrecke“ des Körpers zu überbrücken. Professionelle Sportler/-innen können ihren Bedarf auch über Blutanalysen beim Sportfacharzt feststellen lassen. Damit kann eine genauere Dosierung mit speziellen Produkten für Sportler/-innen erreicht werden. Übrigens sind den Protein-Shakes und -riegeln aus dem Fitnessbereich sowie den Sportdrinks oft ebenfalls Elektrolyte zugesetzt.

 


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