Neue Kunden gewinnen und alte an die Marke binden

Neue Kunden gewinnen und alte an die Marke binden

Online Marketing Teil 3: Social-Media- & E-Mail-Marketing

Der Kernpunkt des Online Marketings: neue Kunden gewinnen und alte an die eigene Marke binden. Wie das mit sozialen Netzwerken möglich ist und warum E-Mail-Marketing noch lange nicht zum alten Eisen gehört, erklärt Spezialist Daniel Heidinger im dritten Teil unserer Online-Marketing-Trilogie.

Social Media Plattformen sind spätestens seit Facebook, Twitter, Instagram und YouTube für viele Menschen fester Bestandteil des Alltags. Wer auf diese Plattformen als Marketingmöglichkeiten verzichtet, verschenkt wertvolle Chancen, im Alltag der User aufzutauchen. Aber wie sieht der Weg zu erfolgreichem Marketing in sozialen Netzwerken aus? Wie bei sämtlichen Marketingmaßnahmen gilt Grundregel Nummer eins: Qualität vor Quantität.

Schritt Nummer eins: Überlege dir, wo deine Zielgruppe am ehesten vertreten ist (Facebook, Instagram & Co.), und entscheide dich für das oder die wichtigsten Netzwerke. Achte auf den Kommunikationsstil der Plattform; jede Plattform hat eigene Regeln und andere Nutzerverhaltensmuster. Stelle dich auf diese Muster ein und mache dir die jeweiligen Schemata zu eigen.

Sobald du dich für ein oder mehrere Netzwerke entschieden und dein Profil erstellt hast, kommt der eigentliche Teil deiner Social-Media-Marketingstrategie, die in drei Phasen unterteilt werden kann:

Phase 1: Zuhören. Beobachte deine Zielgruppe im sozialen Netzwerk und recherchiere, welche Themen sie beschäftigt oder ob du sogar bereits in Beiträgen erwähnt wirst. Suche auch nach Konkurrenten und schau, wie diese aufgestellt sind.

Phase 2: Antworten. Begib dich direkt in Diskussionen und unterstütze die User mit sinnvollen Inhalten, die einen Mehrwert bieten. Dies kann auch nur der Mehrwert „Unterhaltung“ sein – Hauptsache, er passt zu dir, zu deinem Angebot und zu denen, die du ansprechen möchtest. Hier beginnen auch deine ersten eigenen Beiträge. Seien es Beiträge über Trainingsmethoden, Trainingsvideos oder Bilderserien vom Training – hier ist Kreativität gefragt. Dadurch zeigst du eine direkte Verbindung zum Leben deiner Zielgruppe und kannst dich als Anlaufstelle für Lösungen positionieren – du wirst als Experte wahrgenommen.

Phase 3: Mitmachen. Starte Diskussionen selbst, führe Unterhaltungen mit deiner Zielgruppe und versuche, sie als Community aufzubauen. Stelle Fragen zu kontroversen Themen, rufe zu einem Gewinnspiel oder anderen Aktionen auf. Ziel dieser Phase ist es, direkt und interaktiv mit den Usern zu kommunizieren. Achte dabei immer darauf, dass der User nicht das Gefühl hat, eine Werbeplattform zu beobachten.

 


Mit Kritik umgehen:

Solange Kritik nicht beleidigend ist, solltest du sie immer beantworten, um Lösungen zu bieten und zu zeigen, dass dir jede Meinung wichtig ist. Sehe stets davon ab, Kritik zu löschen oder unbeantwortet stehen zu lassen.


 

E-Mail-Marketing – besser als sein Ruf

Hört sich „E-Mail-Marketing“ für dich nach altbackenem Spam an? Das ist es nicht! Denn richtig gemacht, ganz ohne Spam, sind E-Mails immer noch eine großartige Möglichkeit, schnell, kostengünstig, individuell und aktuell potenzielle sowie vorhandene Kunden anzusprechen.

Um an E-Mail-Adressen ranzukommen, gibt es viele Möglichkeiten. Auf deiner Webseite kannst du beispielsweise einen „Call-to-Action-Button“ zum Abonnieren des Newsletters einbauen und jedem, der sich einträgt, zur Motivation ein E-Book mit den fünf besten Trainingsmethoden schenken. Das kostet dich nur wenige Stunden Arbeit und hat einen echten Wert für deine Webseitenbesucher.

Du hast bereits die ersten Aktionen in den sozialen Netzwerken gestartet? Benutzt Flyer oder Briefbögen? Verschickst Bestätigungs-E-Mails nach Buchungen von Trainingsstunden? Frag auf all diesen Wegen, ob die Nutzer ihre E-Mail-Adresse für weitere Anschreiben zur Verfügung stellen möchten. Aber Vorsicht! Überspringe diesen Punkt auf keinen Fall und informiere dich im Vorfeld über geltende Bestimmungen beim Sammeln von Nutzerdaten. E-Mails an Leute zu verschicken, die nicht zugestimmt haben oder die E-Mail gar nicht erhalten möchten, ist ein No-Go!

Segmentiere die erhaltenen E-Mail-Adressen dann direkt in unterschiedliche Gruppen – Personen, die bereits einmal etwas gekauft haben oder die bereits auf mehreren Kanälen folgen, möchten später andere Informationen in ihren Mails erhalten als Neukunden.

 



 

E-Mails als Marktforschungsinstrument

Mithilfe von Analytics-Programmen, Tracking Tools oder Zählpixeln kannst du sehen, ob deine Mail geöffnet wurde, wie viele einen Link angeklickt haben und weitere nützliche Daten erhalten. Warum das wichtig ist? Weil du so viel über das Verhalten der Empfänger erfährst.

Werden Angebotslinks angeklickt, aber nicht gekauft, kann das daran liegen, dass deine Preise zu hoch sind. Werden viele Mails ungelesen gelöscht oder gar nicht geöffnet, dann solltest du an deiner Betreffzeile etwas ändern. Kommt ein Angebot besonders gut an und wird nach dem Öffnen gebucht? Super! Dann solltest du ähnliche Angebote gestalten.

Wie du siehst, ist E-Mail-Marketing noch lange nicht überholt und kann andere Varianten ergänzen und unterstützen. Wer sich im Alltag der Nutzer und (potenziellen) Kunden wiederfinden will, sollte die sozialen Netzwerke richtig nutzen und sich diese kostengünstige und einfache Variante des Marketings nicht entgehen lassen.

Ich wünsche dir viel Erfolg bei der Umsetzung und hoffe, die Online-Marketing-Trilogie hat dich dazu animiert deinen Onlineauftritt zu analysieren und zu optimieren.

 

Den vollständigen Artikel findest du im Trainer-Magazin 4/16, geschrieben von
Daniel Heidinger | Geschäftsführer der njoy online marketing GmbH in Köln; er leitet regelmäßige Seminare zu Online Marketing Themen. Zu seinen Kunden zählen namhafte Unternehmen aus Industrie, Einzelhandel sowie dem Finanz- und Dienstleistungssektor. Suchmaschinenoptimierung (SEO), Suchmaschinenmarketing (SEA), Social Media Marketing (SMM), Website-Optimierung und E-Mail-Marketing sind die Fachgebiete des „zertifizierten Google Adwords- und Analytics-Spezialisten“. Infos zu Seminaren: www.njoy-online-marketing.de/Seminare

 



 


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