Networking für Personal Training

Networking für Personal Training

Mithilfe eines funktionierenden Netzwerks können wir als Personal Trainer unseren Klienten einen echten Mehrwert bieten, sie effektiv an uns binden und auch leichter neue Klienten gewinnen. Welche Kooperationsmodelle sich besonders eignen, zeigt Christian Dries.

Sollte sich ein Klient verletzen, wirkt es professionell, wenn du als Personal Trainer ihm einen guten Arzt oder Physiotherapeuten empfehlen kannst. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, bei der gesundheitlichen Wiederherstellung eines Klienten gezielt mit dem entsprechenden Physiotherapeuten zusammenzuarbeiten. Ein wünschenswerter Nebeneffekt besteht darin, dass uns der Arzt oder Physiotherapeut als Personal Trainer entsprechend an seine Patienten weiterempfehlen kann.

Kooperationen mit anderen Personal Trainern

Warum scheuen sich noch immer einige Personal Trainer, mit anderen zusammenzuarbeiten? Eine Kooperation mit anderen Trainern bringt beiden Partnern eine Reihe Vorteile. Wenn ich beispielsweise mit einem Klienten an einem bestimmten Punkt nicht weiterkomme, bin ich froh, mich darüber mit Kollegen fachlich austauschen zu können. Vielleicht hat jemand von ihnen bereits eine vergleichbare Situation erlebt und kann mir hilfreiche Tipps geben.

Kooperationen zwischen Personal Trainern

Personal Trainer können auch gemeinsame Projekte realisieren. So arbeite ich beispielsweise seit einigen Monaten mit einer Kollegin zusammen, die ebenfalls als Personal Trainer arbeitet, aber etwas andere Schwerpunkte hat. Wir sehen uns nicht als Konkurrenten, sondern profitieren voneinander. Wir haben gemeinsam ein 8-Wochen-Trainingsprogramm entwickelt und teilen dafür unsere Arbeitszeit und Kosten – auch für Werbung. Auf diese Weise inspirieren wir uns gegenseitig und erreichen zusammen einfach mehr Klienten als jeder von uns allein.

Keine Konkurrenz

Personal Training ist eine ausgesprochen individuelle und persönliche Dienstleistung, die eng an uns als Person gebunden ist. Für den Klienten zählt – neben der fachlichen Qualifikation, der Kompetenz und Erfahrung sowie dem Preis – vor allem, dass der menschliche Kontakt zum Personal Trainer stimmt. Mit deiner Persönlichkeit wirst du dich immer von anderen Personal Trainern abheben, daher stellt dein Kooperationspartner keine Konkurrenz dar. Gewisse Regeln sollten natürlich vorher gemeinsam festgelegt werden.

Kooperation mit Sportfachgeschäften

Empfehlenswert ist außerdem die Kooperation mit einem Sportfachgeschäft, denn hier kauft unsere Zielgruppe ein. Doch dabei geht es nicht allein darum, einen Flyer an der Kasse auslegen zu dürfen und dann darauf zu warten, bis sich Interessenten für ein Trainingsprogramm melden. Ich meine eine Kooperation, die für beide Seiten vorteilhaft ist und für die ihr gemeinsam werbt.
Wenn du dich vorrangig bekannter machen willst und neue Kunden gewinnen möchtest, dann nutze den Bekanntheitsgrad und den guten Ruf eines Sportfachgeschäftes. Biete einfach dort einen kostenlosen Fitnesstest mit Beratung oder einen Outdoorfitnesskurs an oder gründe eine Laufgruppe.

Sportfachgeschäfte sind aufgrund der identischen Zielgruppe geeignete Kooperationspartner für Personal Trainer

Win-win-Situation

Zum zweiten Mal in Folge arbeite ich mit einem Münchner Sporthaus zusammen. Das Geschäft bietet in seinen Verkaufsräumen kostenlose Yogaeinheiten, TRX-Kurse und Tabata-Training an. Für alle Frischluftfans biete ich viermal pro Woche preisgünstige Functional-Training-Kurse im Freien an. Das Sporthaus profitiert von meiner Erfahrung und Qualifikation und ich profitiere von ihm, indem mein Angebot über dessen zahlreichen Kontakte via Newsletter, Social Media und die Verbreitung von Flyern im Geschäft bekannt wird. Das Sporthaus steigert so seine Attraktivität und bindet bestehende Kunden an sich.
Kooperationen sind in den verschiedensten Bereichen denkbar: Warum nicht auch mit einem Hotel mit Fitnessraum oder einem gesundheitsbewussten Restaurant zusammenarbeiten?

Wie entstehen Kooperationen?

Zuerst ist es notwendig, klare Ziele zu definieren. Was möchtest du mit einer Kooperation erreichen? Was erwartest du von ihr? Überlege, welcher Partner dich deinen Zielen näherbringt und ob eure Zielgruppen übereinstimmen.
Bevor du auf ein Unternehmen zugehst, solltest du dich gründlich über seine bestehenden Aktivitäten, sein Image und sein Angebot informieren. Versetze dich in dessen Lage und überlege, was du dem Unternehmen anbieten kannst, was ihm einen zusätzlichen Nutzen bringt. Wodurch entsteht die Win-win-Situation?
Eine Kooperation sollte in erster Linie einen Mehrwert für beide Seiten bieten. Nutzte sie, um neue Kontakte zu knüpfen und zu pflegen. Baue dir ein zuverlässiges und funktionierendes Netzwerk auf, um langfristig erfolgreich zu sein!

Diesen Artikel findest du im Trainer 4/2017, geschrieben von:

Christian Dries | Der Sport- und Gesundheitstrainer (IST) bietet als Gründer und Inhaber der Firma New Relax Personal Training, Gruppentraining, Firmenfitness, Workshops und Seminare an. www.new-relax.de


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