Frauen-Knigge: 10 Dos & Don’ts beim Training

Frauen-Knigge: 10 Dos & Don’ts beim Training

Frauen können sensibel, liebevoll und schüchtern sein. Sie können aber auch willensstark sein und sehr genau wissen, was sie wollen. Für Trainer (vor allem für männliche Trainer!) ist der Umgang mit Frauen beim Training und die Trainingsgestaltung daher nicht immer einfach. Das Wissen über Anatomie, Physiologie und Bewegungslehre ist dabei die Voraussetzung eines jeden Trainers. Wie man mit Frauen beim Training jedoch umgeht, mit ihnen spricht, sie korrigiert und ihr Training plant, zeige ich euch in meinen „Top 10 der Dos & Don’ts beim Training mit Frauen“.

  1. Respekt: Habe immer Respekt vor deiner Klientin. Achte ihre Privatsphäre und berücksichtige ihr Trainingsniveau. Allgemein sind Anmerkungen, die die Klientin lächerlich machen oder ihr peinlich sein könnten, zu vermeiden. Bei unangenehmem Körpergeruch, starkem Schwitzen, zu lautem Atmen oder Schweißfüßen solltest du die Klientin beispielsweise behutsam darauf hinweisen.
  2. Taktiles Arbeiten: Berühre die Klientin immer dort, wo du einen neuen oder intensiveren Impuls setzen möchtest. Grundsätzlich solltest du aber ausschließlich die „harten“ Strukturen eines Körpers (Knochen, Gelenke, Rippenbogen) berühren. Alle Weichteile wie Bauch, Gesäß und Intimzonen bleiben in der taktilen Begleitung immer außen vor.
  3. Auf Augenhöhe korrigieren: Wer beim Training korrigiert, sollte nicht von oben herab korrigieren. Auf Augenhöhe korrigieren ist ein Zeichen des Respekts.
  4. Unterrichtsmethodik und Arbeitsweise erklären: Stelle dich als Trainer und deine Arbeitsweise vor. Beispielsweise so: „Ich arbeite taktil. Das bedeutet, ich berühre und begleite euch unterstützend und korrigierend mit meinen Händen. Damit erreicht ihr einen deutlich größeren und besseren Effekt in eurem Training. Ich hoffe, dass ist okay für euch? Wenn jemand das nicht möchte, bitte sagen, ich respektiere und berücksichtige dies natürlich sehr gerne.“
  5. Keine Bemerkungen vor der Gruppe: Solltest du eine ganze Gruppe von Frauen, beispielsweise im Kursbereich eines Fitnessstudios, anleiten, dann vermeide unangenehme Bemerkungen vor der ganzen Gruppe. Ein Beispiel: Hat eine Teilnehmerin ihr Shirt falsch herum an, dann sag ihr das – wenn überhaupt – direkt und so, dass die anderen das nicht merken.
  6. Positiv kommunizieren: Warum positiv kommunizieren? Ganz einfach: Wenn ich jetzt sage, dass ihr nicht an eine Banane denken sollt. An was denkt ihr? Genau, an eine Banane. Unser Gehirn kann negative Formulierungen nicht wahrnehmen. Das gilt natürlich auch für das Training mit Männern.
  7. Die richtigen Übungen: Wenn wir von sporttauglichen, gesunden Frauen ausgehen, für die bei der Übungsauswahl die Konstitution, der Muskeltonus, die Gelenkstruktur und das  Körpergewicht berücksichtigt werden, gibt es keine Übungen, die Frauen nicht machen dürfen.
  8. Krafttraining bei Frauen: Werden der Muskeltonus und die passende Gewichtseinstellung berücksichtigt, mögen und brauchen wir Frauen ein gewisses Maß an Krafttraining.
  9. Ausdauersport: Die eine läuft gerne, die nächste schwingt sich lieber aufs Fahrrad oder auf den Stepper, andere mögen Musik und die Choreografie einer tänzerischen Bewegungseinheit wie Zumba, Step oder Jumping Fitness, um sich auszupowern, die Kondition zu verbessern und vor allem um viele Kalorien zu verbrennen. Alles ist erlaubt, aber immer im individuell
    richtigen und gesunden Maß.
  10. Beweglichkeit: Ist bei Frauen generell besser als bei Männern und kann ins Training eingebaut werden.

Die Autorin

Eri Trostl

Eri Trostl

Eri Trostl ist zertifizierte PREMIUM PERSONAL TRAINERIN und Gewinnerin des NEOS AWARD 2015 in der Kategorie „Personal Trainerin des Jahres“. Die IHK-Fitnessfachwirtin ist zudem Dipl. Mental Coach. Weitere Infos unter: www.bewegungsdimension.de


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