Fit Kids: Kinderkurse erfolgreich umsetzen

Fit Kids: Kinderkurse erfolgreich umsetzen

Ein Kinderkurs steht und fällt mit dem Trainer. Die Gruppe der Kleinen für sich und seine Stunde zu begeistern, zu erkennen, wann die Kinder unter- oder überfordert sind, ist ein Muss. Die Grundvoraussetzung ist die Freude an Kindern, mit ihnen zu arbeiten und sich selbst als Teil der Gruppe sehen zu können. Das kann dann auch mal heißen, sich selbst als Krokodil oder Hase zu verkleiden, durch den Raum zu rutschen und lauthals mitzusingen.

Auf den Geschmack von Kinderkursen kommen immer mehr Trainer, Fitnessstudios und Vereine. Das geht mit Eltern-Kind-Kursen los und kann mit Kursen für 3-Jährige über Kurse für Teenager weitergehen. Ob Kleinkindturnen, Kinderyoga oder Langhanteltraining – alles ist möglich.

Wie kann ich Kinder trainieren?

Das Phänomen, sich lieber in die letzte Reihe zu verdrücken, damit man möglichst nicht gesehen wird, funktioniert bei Kindern nicht. Im Gegenteil: Das Bedürfnis, gesehen und beachtet zu werden, ist bei ihnen besonders ausgeprägt und in der heutigen Leistungsgesellschaft präsent wie nie. Trainer sollten den Kindern möglichst viel Beachtung schenken und ihnen das auch zeigen! Als Trainer reicht es nicht, pädagogisch und methodisch durchdachte und vorchoreografierte Programme anzubieten. Man benötigt den „besonderen Draht“ zu Kindern und jede Menge Hintergrundwissen: motorische und kognitive Fähigkeiten der Kinder in ihrer Entwicklungsphase kennen, ihre Bedürfnisse erkennen und fördern zu können, ohne sie zu unter- oder zu überfordern, da sonst eine Frustration die Folge ist.

Kinderkurse müssen außerdem in verschiedene Altersgruppen aufgeteilt werden. 3-Jährige sollten zum Beispiel nicht mit 10-Jährigen in einer Gruppe trainieren, da die Unterschiede einfach zu groß sind. Wichtig sind Routine, Regeln und Rituale. Sie geben Kindern Sicherheit, stärken die Persönlichkeit und die Fähigkeit, innerhalb einer Gruppe zu interagieren. Wiederholungen
festigen motorische Fähig- und Fertigkeiten. Es entsteht ein Wir-Gefühl und eine Gruppenzugehörigkeit und Identifikation mit anderen Kindern bindet. Wechselt man Woche für Woche das Anforderungsniveau an ein Kind, wird es schnell verunsichert.

Wichtig ist eine altersgerechte, konzeptionelle Umsetzung, bei der Kinder Spaß haben. Kinderkurse sollten gezielt formuliert und strukturiert werden. Ob Kinderyoga, Aqua-Kids, Kinderpilates, Ballett, Kids-Dance-Moves, Kids-Club… Ein pädagogisch und methodisch durchdachtes Konzept sollte in jedem Fall vorliegen und von einem ausgebildeten Trainer mit viel Feingefühl und Liebe für Kinder unterrichtet werden.

Spezialfall: Mutter-Kind- oder Eltern-Kind-Kurse

Auch Mutter-Kind- oder Eltern-Kind-Konzepte sind eine Idee Wert. Gemeinsam Sport treiben, ist „Quality time“ für alle Familienmitglieder. Wer Eltern-Kind-Kurse kombiniert, kann die sportlichen Bedürfnisse der Eltern mit dem Bewegungsbedürfnis der Kinder optimal vereinbaren. Die Zeitersparnis und die Zufriedenheit, die sich für die Familie ergibt, sind viel wert. Ein gemeinsames Ritual wird entwickelt und gelebt, im Idealfall lange gepflegt.

Mehr dazu in Trainer Magazin, Ausgabe 2/2016

Das erwartet dich in Trainer Magazin, Ausgabe 2/2016:

  1. Marktübersicht: Kinder-Kurskonzepte
  2. Marktübersicht: Ausbildungen zum Training mit Kindern
  3. Yoga für Kids: Konzentration stärken & Körpergefühl verbessern

Die Autorin

Johanna Oevermann

Johanna Oevermann

Johanna Oevermann ist Sporttherapeutin & -lehrerin. Seit 12 Jahren ist sie Leiterin von Kinder- & Jugendgruppenkursen mit dem Schwerpunkt auf Vereinssport, Psychomotorik und lernplanorientierter Schulsport. Zudem ist sie Fitness & Groupfitness Trainerin und Referentin & Ausbildungsleiterin für „KIDS“ bei aeronet europe – sports & business academy. Mehr Infos: www.aero-net.net

 

 

Foto: Oksana Kuzmina/shutterstock.com


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